Hinweise zur Benutzung

Das Online-Portal bietet aktuell einen Überblick über alle Premieren von 1970 bis 2024, die in der gedruckten Theaterchronik dokumentiert sind und bisher ausschließlich in Papierform zugänglich waren. Die (wechselnde) Auswahl der Berliner Bühnen folgt dabei ebenfalls der analogen Chronik. Schrittweise werden auch die Premieren der Jahre 1945 bis 1969 online verfügbar gemacht.

Für die Recherche gilt es, einige Punkte zu beachten, die sich aus den historischen Entwicklungen und Brüchen in der Theaterchronik ergeben. 

Die Online-Version basiert auf den analogen Chronikbänden, die gescannt und in die Datenbank eingepflegt wurden. Sie bilden daher die Einträge in den originalen Buchfassungen unverändert ab. So werden auch eventuelle Lücken oder Ungenauigkeiten (z. B. bei Namensangaben) der ursprünglichen Chronikbände übertragen.

Das Portal folgt in seinem Aufbau der historischen Einteilung der Theaterchronik-Bände. Es unterscheidet zwischen „Staatlichen Bühnen“, „Privaten Bühnen“ und „Freien Gruppen“.

Sie haben verschiedene Suchoptionen:

Wenn Sie nach einem bestimmten „Theaterjahr“ suchen, wird Ihnen eine Liste aller in der Theaterchronik verzeichneten Premieren dieses Jahres angezeigt.

Geben Sie im unteren Suchfeld „Suche nach Bühne und Jahr“ sowohl den Namen der Bühne als auch das Jahr ein, das Sie suchen. Sie erhalten eine Übersicht aller Premieren, die im gewählten Jahr an dem jeweiligen Theater stattfanden.

In den jährlichen Chroniken sind die Premierentitel, beteiligten Schauspieler*innen, Spielorte und Stückautor*innen der jeweiligen Spielzeit aufgeführt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf „reinen Theaterproduktionen“. Formate wie Lesungen, Kabarett und Kleinkunst und Neuinszenierungen mit geänderter Besetzung wurden dagegen nicht aufgenommen. Ebenfalls finden Gastspiele, außer staatlich organisierten Festivals, keine Erwähnung.

Die Inhalte stammen zudem aus unterschiedlichen Zeiten, nutzen unterschiedliche Quellen und wurden von verschiedenen Autor*innen zusammengetragen. Ab 1957 brachte zunächst eine Forschungsgruppe am damaligen West-Berliner Landesarchiv im Auftrag des Berliner Senats die von ihr erarbeitete Schriftenreihe zur Berliner Zeitgeschichte heraus. Neben umfangreichen Berlin-Chroniken, die das Stadtgeschehen ab April 1945 festhalten, erschienen darin zwei Theaterbände, die das Theatergeschehen in Berlin von 1945 bis 1980 dokumentieren. Der erste Theaterchronik-Band erschien 1972 unter dem Titel 25 Jahre Theater in Berlin. Theaterpremieren 1945–1970. Im Jahr 1980 erschien der Band 10 Jahre Theater in Berlin. Premieren der Spielzeiten 1970/71 bis 1979/80. Nach der Einstellung der Schriftenreihe im Jahr 1982 wurde die Theaterchronik im neu gegründeten Jahrbuch des Landesarchivs Berlin fortgeführt, das die Dokumentation der Berliner Theaterpremieren weiterführte.

Die Kriterien für die Auswahl der Bühnen und der erfassten Informationen änderten sich dabei mehrfach. Im ersten Band der Berliner Theaterchronik sind diese in drei Kategorien eingeteilt: Staatliche oder primär vom Staat unterstützte Häuser; private Bühnen und „zeitweilig existierende Bühnen“ wie z. B. Freilichtbühnen. Im zweiten Band, der das Theatergeschehen der 1970er Jahre abdeckt, entfällt die Kategorie der „zeitweilig existierenden Bühnen“ wie die Kammerspiele Spandau oder das Berliner Kulturkollektiv. Dafür sind in den nächsten Jahrzehnten sogenannte „Freie Gruppen“ in West-Berlin als eigene Kategorie neben den Staatlichen und Privaten Bühnen erfasst. Ab 1983 wiederum wurden vorübergehend auch Wiederaufnahmen von Inszenierungen erfasst, die in späteren Ausgaben nicht mehr aufgeführt wurden.

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass einige der hier aufgeführten Bühnen im Laufe der Zeit die Rechtsform geändert haben – etwa durch Privatisierung – oder heute nicht mehr existieren.

Wir freuen uns über Hinweise, Ergänzungen, Korrekturen! Schreiben Sie uns an: langbein@landesarchiv.berlin.de

Disclaimer

Diese Website kann Begriffe, Titel und Beschreibungen mit rassistischer, diskriminierender und abwertender Sprache enthalten. Das Landesarchiv bemüht sich darum, auch diese historische Dimension sichtbar zu machen und sich damit kritisch auseinanderzusetzen. Wir distanzieren uns von den darin gespiegelten Ansichten und verwendeten Begriffen.

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